Das perfekte Anfängerprojekt: Die Babydecke
Ein ganz besonderes Strickstück
Eine selbstgestrickte Babydecke ist etwas ganz Besonderes. Sie begleitet die ersten Monate, wärmt unterwegs im Kinderwagen, wird später vielleicht zur Kuscheldecke und bleibt oft noch lange als Erinnerung erhalten. Und das Schönste: Eine Babydecke lässt sich auch dann wunderbar stricken, wenn Du noch nicht besonders viel Erfahrung hast.
Durch ihre einfache quadratische oder rechteckige Form kommt eine Babydecke in der Regel ganz ohne komplizierte Zu- und Abnahmen aus. Du kannst Dich vollkommen auf die Maschen konzentrieren, ein neues Muster ausprobieren oder einfach ganz entspannt Reihe für Reihe stricken.
Hier findest Du Tipps zu passenden Mustern, Größen und Garnen – und eine einfache kostenlose Grundanleitung für Deine eigene Babydecke.
Babydecke stricken – ein schönes Projekt für Anfänger
Wenn Du gerade erst mit dem Stricken begonnen hast, ist eine Babydecke ein ideales größeres Projekt. Anders als bei Pullovern, Jacken oder Mützen musst Du Dich nicht mit Passformen oder komplizierten Konstruktionen beschäftigen.
Für den Einstieg eignen sich besonders:
- kraus rechts – Du strickst ausschließlich rechte Maschen
- glatt rechts – rechte Maschen auf der Vorderseite, linke Maschen auf der Rückseite
- Perlmuster – eine schöne Möglichkeit, rechte und linke Maschen zu üben
- einfache Strukturmuster – für etwas mehr Abwechslung im Strickbild
Durch die vielen Wiederholungen bekommst Du schnell Routine. Ein Muster, bei dem Du anfangs noch konzentriert zählen musst, geht Dir nach einigen Reihen oft schon ganz selbstverständlich von der Hand.
Und eine Babydecke muss keineswegs kompliziert sein: Gerade schlichte Muster wirken in Kombination mit einer schönen Wolle oft besonders hochwertig und zeitlos.
Moderne Babydecken: ruhig, zeitlos und trotzdem besonders
Rosa oder Hellblau sind längst nicht mehr die einzigen Möglichkeiten für eine Babydecke. Besonders schön wirken heute natürliche, zurückhaltende Farbtöne, die sich unkompliziert mit unterschiedlichen Einrichtungen und Kinderzimmern kombinieren lassen.
Beliebt sind zum Beispiel:
- Beige, Creme und warme Brauntöne
- Salbei und andere gedeckte Grüntöne
- Sand, Taupe und Grau
- sanfte Pastellfarben
- ruhige Farbverläufe
Natürlich darf eine Babydecke genauso gut bunt sein. Wenn Du die Decke verschenkst, lohnt es sich, vorher ein wenig nach dem Geschmack der werdenden Eltern zu fragen. So entsteht ein Geschenk, das wirklich zu ihnen passt.
Auch verschiedene Farben innerhalb einer Decke können sehr modern aussehen – etwa als breite Streifen, schmale Blockstreifen oder mit einer andersfarbigen Umrandung.
Welche Größe sollte eine Babydecke haben?
Die ideale Größe hängt vor allem davon ab, wofür die Decke gedacht ist. Eine kompakte Decke für den Kinderwagen braucht andere Maße als eine großzügige Krabbel- oder Kuscheldecke.
Wenn Du möchtest, dass die Decke möglichst lange verwendet werden kann, darfst Du ruhig etwas größer planen.
Wichtig: Für den unbeaufsichtigten Schlaf von Babys im ersten Lebensjahr wird ein Schlafsack statt einer losen Bettdecke empfohlen. Eine selbstgestrickte Babydecke eignet sich wunderbar zum Kuscheln, für den Kinderwagen oder als Unterlage – bei kleinen Babys am besten immer unter Aufsicht.
Babydecke - Die richtige Größe
Babydecke - Die richtige Größe
Jede Größe hat ihr Einsatzgebiet
| 70 x 90 | Zum Zudecken im Bettchen |
| 80 x 80 | Für Kinderwagen oder Babyschale |
| 100 x 100 | Als Krabbel- und Spieldecke |
Welche Wolle eignet sich für eine Babydecke?
Bei der Auswahl der Wolle zählen nicht nur Farbe und Optik. Das Garn kommt direkt mit empfindlicher Babyhaut in Berührung und sollte deshalb vor allem angenehm weich, hautfreundlich und möglichst pflegeleicht sein.
Achte außerdem darauf, dass das Garn möglichst wenig fusselt und die fertige Decke auch nach häufigem Gebrauch ihre Form behält.
Merinowolle für eine warme Babydecke
Feine Merinowolle ist eine schöne Wahl für Herbst- und Winterbabys. Sie fühlt sich angenehm weich an, wärmt und ergibt meist ein sehr gleichmäßiges Maschenbild.
Gerade für etwas feinere Muster und klassische Strickdecken ist Merinowolle deshalb sehr beliebt.
Baumwolle für wärmere Tage
Baumwolle und Baumwollmischungen sind besonders für Frühjahr und Sommer interessant. Sie fühlen sich angenehm auf der Haut an und sind häufig unkompliziert zu waschen.
Auch wenn Du eine eher leichte Babydecke stricken möchtest, lohnt sich ein Blick auf Baumwollgarne.
Pflegeleichte Babygarne
Eine Babydecke wird im Alltag nicht geschont. Deshalb ist es praktisch, wenn sich das Garn einfach reinigen lässt.
Schau Dir vor dem Kauf immer die Pflegehinweise der jeweiligen Wolle an. Viele moderne Garne können im Woll- oder Schonwaschgang in der Waschmaschine gewaschen werden.
Entscheidend ist am Ende weniger eine ganz bestimmte Faser als die Kombination aus Weichheit, Pflegeleichtigkeit, Hautfreundlichkeit und möglichst geringer Fusselbildung.
Babydecke: Kostenlose Strickanleitung
Du möchtest direkt loslegen? Für eine schlichte Babydecke brauchst Du keine komplizierte Anleitung.
Diese Grundanleitung kannst Du an Dein Wunschgarn und Deine gewünschte Größe anpassen.
Das brauchst Du
- ein weiches, für Babys geeignetes Garn
- passende Stricknadeln entsprechend der Garnempfehlung
- Maßband
- Wollnadel zum Vernähen
- Deine Maschenprobe
1. Größe festlegen
Überlege zuerst, wie groß Deine Babydecke werden soll. Für eine vielseitige Decke kannst Du beispielsweise mit etwa 80 × 80 cm planen.
2. Maschenprobe stricken
Eine Maschenprobe ist wichtig, weil sich die benötigte Maschenzahl je nach Garn, Nadelstärke und Deiner persönlichen Strickweise deutlich unterscheiden kann.
Wenn Du weißt, wie viele Maschen bei Dir 10 cm ergeben, kannst Du die benötigte Maschenzahl ganz einfach berechnen:
Maschenzahl auf 10 cm × gewünschte Breite in cm ÷ 10
Beispiel: Ergeben 20 Maschen bei Deiner Maschenprobe 10 cm und soll die Decke 80 cm breit werden, benötigst Du:
20 × 80 ÷ 10 = 160 Maschen
3. Maschen anschlagen
Schlage die errechnete Maschenzahl an.
Für eine ganz einfache Babydecke kannst Du nun kraus rechts arbeiten und jede Reihe mit rechten Maschen stricken.
Möchtest Du glatt rechts stricken, arbeitest Du die Hinreihen rechts und die Rückreihen links.
4. Einen schönen Rand arbeiten
Damit sich die Kanten Deiner Babydecke nicht einrollen, kannst Du rundherum einen einfachen kraus rechten Rand einplanen.
Stricke dafür zum Beispiel die ersten und letzten fünf bis acht Maschen jeder Reihe rechts. Am Anfang und Ende der Decke arbeitest Du ebenfalls einige Reihen kraus rechts.
So entsteht ganz automatisch eine schlichte Umrandung.
5. Bis zur gewünschten Länge stricken
Stricke Dein Muster weiter, bis die Babydecke die gewünschte Länge erreicht hat. Miss zwischendurch mit einem Maßband nach – die reine Anzahl der Reihen ist weniger aussagekräftig, da sie von Garn und Maschenprobe abhängt.
6. Maschen abketten und Fäden vernähen
Kette alle Maschen locker ab und vernähe die Fadenenden sorgfältig.
Je nach Garn kannst Du die fertige Decke anschließend vorsichtig waschen und liegend in Form trocknen. Beachte dabei immer die Pflegehinweise auf der Banderole.
Fertig ist Deine selbstgestrickte Babydecke!
Eine Babydecke als persönliches Geschenk
Eine selbstgestrickte Babydecke ist ein wunderschönes Geschenk zur Geburt – und mit ein paar kleinen Details wird sie noch persönlicher.
Du kannst beispielsweise:
die Lieblingsfarben der Eltern aufgreifen
mehrere Farbtöne miteinander kombinieren
kleine Herzen oder andere Motive einstricken
die Initialen des Babys integrieren
einen kontrastfarbenen Rand arbeiten
Dabei muss die Decke gar nicht aufwendig sein. Oft sind es gerade die schlichten Modelle, bei denen Farbe, Garn und eine kleine persönliche Besonderheit besonders schön zur Geltung kommen.
Und schließlich steckt in jeder einzelnen Masche etwas, das sich nicht kaufen lässt: die Zeit, die Du Dir für einen neuen kleinen Menschen genommen hast.






















